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2000 - Rund um Marburg 100km

Einer der schönsten Läufe die ich kenne.

Die Strecke und Leute sind wieder super. Etliche vom Spreelauf sind auch dabei, schön das man sich wieder trifft. Diesmal schreibe ich für die lokale Presse einen Bericht und der wird doch tatsächlich vollständig gedruckt.

Start bei den 100km in Marburg
Start bei den 100km in Marburg

Zwei Lauftreffler beim härtesten Eintagesrennen Deutschlands.

zwei glückliche Finisher
zwei glückliche Finisher

Das Rennen „Rund um Marburg“ wurde am Freitag dem 14. Juli in seiner dritten Auflage gestartet. Bei diesem Lauf geht es über 100km, wer wollte konnte den Lauf auch schon nach 42,2km beenden.



Freitag Abend um 22:00 stehen 350 Ausdauerspezialisten am Start, mit dabei Brigitte Reutershahn und Ronald Nickel vom Lauftreff der TS Geisenheim. Für Brigitte Reutershahn ist es der erste Start auf der 100km Distanz. Ronald Nickel hat auf dieser Strecke schon einige Erfahrung gesammelt, den Spreelauf von Walldorf bis Berlin - Spandau über 408km im Mai hat er gut verkraftet, für ihn ist es bereits der 12. Marathon in diesem Jahr. Er hat sich eine Zeit von deutlich unter 9:00 Stunden und eine Platzierung unter den ersten 10 vorgenommen.
Der Startschuss fällt und nach einer Runde im Stadion geht es auf die Straßen von Marburg. Hier fehlt ein Streckenposten und die komplette Spitzengruppe mit Ronald Nickel verläuft sich. Die Polizei geleitet diese Gruppe mit Blaulicht wieder auf die Strecke zurück. Dann verlassen die Läufer Marburg und es geht hinaus in die Nacht. Die ersten Kilometer sind asphaltierte Radwege, etwa alle 5km kommt eine Verpflegungsstation, hier gibt es Wasser, Tee, Cola, Bananen, Kekse, Brot usw..
Nach 34km können die sich Läufer noch entscheiden ob sie das Rennen schon über die Kurzdistanz von 42km beenden wollen. Hier trennen sich die Wege der Marathonis und den Ultralangstrecklern. Ronald Nickel liegt an 15. Position und findet noch Zeit für ein kurzes Interview fürs Fernsehen. Auch Brigitte Reutershahn läuft hier noch locker. Die Strecke wird jetzt schwerer, es geht durch den Wald, nach dem tagelangen Regen sind die Wege aufgeweicht. Führt die Strecke bergauf haben die Läufer das Gefühl bei drei Schritten nach vorne wieder zwei zurückzurutschen. Eigentlich ist Vollmond doch es ist stark bewölkt, die Läufer erhellen sich mit Taschenlampen den Weg. Es geht über Feldwege, teilweise mit hohem Gras bewachsen oder es befindet sich eine Pfütze neben der Anderen, wer jetzt noch keine nassen Füße hat, bekommt welche.



Nach 60km, es regnet, geben etliche Läufer auf. Auch Brigitte Reutershahn hat hier einen Tiefpunkt kann diesen aber überwinden und läuft weiter. Ronald Nickel läuft locker und konnte noch einige Läufer überhohlen, er liegt jetzt auf dem 9. Platz. Die Stimmung auf und an der Strecke ist hervorragend. In den Ortschaften spenden selbst zu dieser Zeit Zuschauer Applaus. Bei 80km kommt noch einmal eine Steigung von über 100 Höhenmeter, ist diese geschafft geht es für die Läufer über eine Gefällstrecke wieder in Richtung Marburg. Ronald Nickel kann das Tempo auf den letzten 20km noch einmal deutlich steigern und läuft nach 9:09 Stunden als 4. der Männer - Gesamtwertung und 2. in der Altersklasse M40 ein. Die Zeit von deutlich unter 9:00 Stunden musste er aber aufgrund der schwierigen Wegeverhältnisse frühzeitig aufgeben. Brigitte Reutershahn erreicht das Ziel noch unter 11 Stunden in der hervorragenden Zeit von 10:56 Stunden, damit hat sie die Altersklasse W40 gewonnen und ist 5. in der Frauen – Gesamtwertung. Ihr ist damit auf dieser Strecke ein hervorragendes Debüt gelungen.



Zum Vergleich: der letzte Läufer erreicht das Ziel nach 21 Stunden, die Zeit des Siegers betrug 8:23.

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